Rebsorten: Pinot Grigio
Alkoholgehalt: 14% vol
Säure: 4,95 g/l
Restzucker: 0,54 g/l
Pinot Grigio aus der Toskana?! Die Region ist für eine Vielzahl von Rebsorten bekannt, doch sicher nicht für diese, die normalerweise in nördlicheren Gegenden angebaut wird. Ungewöhnlich ist auch der Ort, an dem sie wächst: ein Hügel in einem Naturschutzgebiet in der Nähe des Städtchens San Gimignano. Für die Pinot-Grigio-Reben handelt es sich hier nicht nur um eine ideale Lage, sie kommen des Weiteren in den Genuss des kostbaren Erbes einer ganz besonderen geologischen Beschaffenheit, denn diese Gegend war in prähistorischer Zeit der Grund eines Meeres, was den Trauben deutliche mineralische und sehr angenehme Noten verleiht. Der Jahrgang 2024 war - wie die letzten Jahre im Allgemeinen - von einem heißen und trockenen Sommer gekennzeichnet, an dessen Ende Niederschläge einsetzten. Die Lese der Trauben wurde vor den Regenfällen durchgeführt; die geernteten Früchte hatten kleine Beeren mit einer hohen Zuckerkonzentration und einem schönen Säuregehalt. Die Arbeit von La Vialla für den toskanischen Pinot Grigio wurde mit der Pressung der ganzen Trauben weitergeführt. Die Gärung erfolgte langsam über einen langen Zeitraum und die Hefen - ein wesentlicher Bestandteil - wurden regelmäßig aufgerührt und in Suspension gehalten: Der Wein wurde in der Tat mitsamt der Feinhefen abgefüllt, um seine Integrität und Aromen zu bewahren und seine Lebensdauer zu verlängern, da die Hefen die wichtigsten natürlichen Antioxidantien im Wein darstellen.
Verkostung - Farbe: Auch diese ist ungewohnt für einen Pinot Grigio, ein opalisierender rosa Kupferton, der an die Farben eines leicht verschleierten Sonnenuntergangs erinnert und mit zunehmender Flaschenreifung intensiver wird. Er verführt die Nase mit dem Duft eines Obstsalats: zunächst saftige, samtige Aprikose, dann Golden-Delicious-Apfel und Birne, feine Noten von Ananas, Litschi und Banane, begleitet von Bittermandel und einem Hauch von Grapefruit, abschließend Vanille und Brotkruste durch die Anwesenheit der Hefe. Im Mund ist er seidig, körperreich, warm durch den Alkoholgehalt, doch zugleich frisch mit einer säuerlichen, mineralischen Ader; er hinterlässt einen beinahe süßen Eindruck, der durch die Hefen, nicht durch den fast völlig fehlenden Restzucker gegeben ist; er verwöhnt den Gaumen auf harmonische Weise mit denselben Aromen, die die Nase wahrgenommen hat.
Kombinationsmöglichkeiten - Er passt perfekt zu fettem Fisch wie Lachs oder weißfleischigem Frisch, begleitet von Gemüse und einer Öl-Zitronensaft-Emulsion oder gegrillt mit Mayonnaise, er gesellt sich zu Krustentieren in Cocktailsoße oder Linguine mit Meeres-Carbonara; „außerhalb des Wassers" ist er hervorragend zu Crostini mit Zwiebeln und Pecorino, mit der toskanischen Salsa Nera oder mit Salsiccia und Stracchino, zu frittiertem Hühnchen, einem Paprikaschoten-Pecorino-Omelette oder jungem Käse.